• Asunción Cueva s/n y Rio Motolo, Shell, Canton Mera, Provincia Pastaza.

Newsletter – Oktober 2025

Liebe Freunde,

Jesus war in seinem Leben und später mit seinen Jüngern öfter in Jerusalem, feierte die Feste mit Tausenden Mitmenschen aus Palästina und aus vielen anderen Ländern. Feste waren ein wichtiger Teil seines Lebens und er begann sein öffentliches Wirken laut Johannesevangelium mit einem Hochzeitsfest in Kanaan in der Nähe von Nazareth. Feste sind entweder der Beginn von etwas Neuem wie einer Ehe oder es sind Gedenkfeste für das, was war, oft sehr lange zurück.

Am einem 12. Oktober 2015, dem Gedenktag der Entdeckung Amerikas durch Kolumbus starteten wir unsere Klinik in einem gemieteten Haus in der Nähe des Hospitals. Ein halbes Jahr später konnten wir das alte Hospital Vozandes del Oriente mieten. Gott war treu und wir konnten es später kaufen. Seit Februar 2025 gehört das ganze Gelände samt Häusern der Fundación Misión Cristiana de Salud. In diesem Monat feiert unser Team Gottes Treue, aus Feriengründen in Ecuador etwas später am 17. Oktober 2025. Das „Kind“ wird 10 Jahre alt und reift weiter.

2 Jahre altes Zwillingsmädchen Kash, fiel aus der Hängematte. 3 Std. Fahrt nach Shell, Bruch des unteren Teils des Oberarms. Diese Brüche müssen schnell chirurgisch versorgt werden wegen möglicher Nerven – und Wachstumsfugenschädigung. Danke, dass ein Sozialfond schnelle Hilfe möglich macht!
(Bilder Dra. Santos)

Die Mannschaft feiert diesen Tag wieder einmal in einer schwierigen Zeit. Teile des Landes sind von einem Streik lahmgelegt, die Provinz Pastaza ist offen, nicht aber die Straßen und Verbindungen zu anderen Provinzen. Dieser Tage wollte Dr. Stephen Morse als neuer Allgemeinmediziner aus den USA Shell besuchen, um seine Ankunft mit der Familie vorzubereiten. Er kam nicht, weil das Reisen durch Ecuador sehr schwer und vielleicht unmöglich gewesen wäre. Seine Familie wächst. Jessica, seine Frau erwartet Mitte November ihr viertes Kind. Sie wollten sich definitiv festlegen, wann als ganze Familie zu kommen.

Durch den landesweiten Streik kamen auch weniger Menschen in unsere Klinik. Der September ist traditionsgemäß ein Monat mit weniger Patienten. Die Schule hat angefangen. Die Familien haben die Ausgaben für die Schulausrüstung zu tragen. Da wird Gesundheit hintangestellt. Im Oktober geht es wieder voran, obwohl der Streik noch in einigen Regionen Ecuadors andauert.

Sorge macht die geistliche Entwicklung des Teams. Kommt ein Leiter einer Gemeinde ins Team und hält Sprechstunden als spezieller Psychologe, so wird ihm alle Verantwortung

für Andachten, kleinen Predigten und der Organisation der Seelsorge abgegeben. Es ist so bequem, Verantwortung verteilen. Wenn diese Person uns verlässt, gerät Vieles ins Wanken. Derzeit lernt das Team, die Gebetszeiten der Mittwochmorgen, die Seelsorge und gemeinsame Gottesdienste wieder selbst zu gestalten. Es zeigt sich, dass die Mitarbeiter der ersten Stunde, also der Gründungszeit, nach wie vor die geistliche Basis des Hospitales bilden. Viele Neue sind dazugekommen, seinen es Ärzte oder Krankenschwestern, aber sie fühlen sich geistlich nicht so stark verantwortlich. In diesem Prozess braucht unsere Mannschaft das Gebet der Begleiter aus der Ferne.

Den Plan einer Photovoltaikanlagen haben wir erst einmal auf Eis gelegt. Eine nahe Universität in Puyo hat so eine Anlage mit viel Geld vom Staat aufgebaut, aber es gibt heute mehr Probleme als Licht in den Räumen. Außerdem würde sich eine Anlage für uns erst in ca. 40 Jahren amortisieren, was wirtschaftlich verbranntes Geld wäre.

Dennoch ist jetzt erst einmal das Feiern dran. Wir denken daran, wie Gott uns berufen hat, wie er treu das Hospital wiederaufgebaut, eine Gemeinschaft zusammengeschweißt hat, wie Einzelne gewachsen und gereift sind. Wir haben Fehler gemacht und daraus gelernt. Oft stand das Projekt kurz vor dem Scheitern. Das Gelände wurde abgekauft. Alles ist bezahlt. Das Haus wurden von Grund auf renoviert und ausgebaut für die Zukunft. Und wir haben ein gutes Leitungsteam. Das Hospital Shell hat seinen Platz im Gesundheitssystem der Provinz Pastaza. Und es besteht wieder ein gutes Klima zur Muttermission Reach Beyond. Wer das sehen möchte, dem empfehlen wir ein Video auf Youtube.

(https://www.youtube.com/watch?v=0NMYR HrQmXQ)

So sind wir wieder zurück in der Wirklichkeit. Wir brauchen unser Geld und Spenden für die „kleinen“ Anschaffungen wie Dachreparaturen und ein Narkosegerät. Am Wichtigsten ist uns aber, dass wir Gott feiern für 10 Jahre Treue und Stabilität. Bürgermeister und lokale Autoritäten sind für den Festakt eingeladen. Aber besonders die Mitarbeiter brauchen auch die geistliche Besinnung. Wir haben einige von ihnen zu einem Jahreskurs als Krankenhausseelsorger ausgebildet. Jetzt sollen sie das einmal weiter in die Praxis umsetzen. Dazu brauchen sie Gebet und Unterstützung. Das ist unsere Aufgabe von außen her. Lasst uns gemeinsam Gott dafür „in den Ohren liegen“.

Dank für alle Hilfe und Verbundenheit,

Das Shell Team

Eckehart & Klaudia Wolff

Spenden bitte über:

UNIDOS e.V.

DE59 6329 0110 0107 6570 07. Und mit dem Zusatz: für Hospital Shell, oder Projekt 4100 kommt die Gabe an.

Eckehart: 0157 51234388

Klaudia 0176 40472792