• Asunción Cueva s/n y Rio Motolo, Shell, Canton Mera, Provincia Pastaza.

Newsletter – Mai 2025

Liebe Freunde,  Krankenhaus Shell – Mal wieder an einem Wendepunkt:

Im April 2025 haben wir keinen Informationsbrief geschrieben, da wir Shell selbst besucht hatten. Wir wollten uns persönlich ein Bild von der Lage machen. 

Alle Schulden sind beglichen, der Operationssaal ist komplett renoviert und wird zunehmend genutzt. Und das internationale Gästehaus ist fertig eingerichtet. Eine Spende dafür kam gerade noch rechtzeitig. Die Werkstatt arbeitet noch an einigen Möbeln, einer Tür und

Kleinigkeiten wie Einrichtungen und Bettwäsche. Geschirr ist vorhanden. Die Küche ist fertig, es gibt eine Waschmaschine und einen Trockner, und sobald die Durchlauferhitzer angeschlossen sind, können mehrere Gäste gleichzeitig duschen. Die ersten Gäste waren bereits zu Besuch.

               Nun geht es uns wie dem Volk Israel. Nach 40 Jahren Wüstenwanderung und unzähligen Wundern Gottes sind sie endlich im Gelobten Land. Jeder hat seinen Platz. Es geht darum, das Land endgültig in Besitz zu nehmen und zu nutzen. Am Ende des Buches Josua lesen wir ein persönliches Zeugnis des alten Anführers darüber, wie er das Volk auf die Zukunft vorbereitet. Er und seine Familie gehen mit gutem Beispiel voran. Es ist wichtig, sich im Alltag zu beweisen. Dem israelischen Volk ist dies nur teilweise gelungen. 

Nun muss die Leitung gemeinsam mit der Belegschaft eine Strategie für die Zukunft entwickeln und alle in die Zukunftspläne einbeziehen. Eine weitere Vision sollte erarbeitet werden. Wie beim Volk Israel dürfen Selbstzufriedenheit und Stagnation nicht die Oberhand gewinnen. Dann wächst die Gefahr, dass der missionarische Schwung verpufft und Routine die Ziele diktiert. 

Klaudia und Eckehart besuchten das Team, um es an diesem Wendepunkt zu begleiten. Alle weiteren Pläne müssen nun vom Managementteam selbst kommen. 

Es gab einige persönliche Wunden, die geheilt werden müssen. Viele dieser Probleme konnten jedoch in einem Treffen der Verantwortlichen schnell gelöst werden, auch wenn sie zuvor unüberwindbar erschienen. Wir haben Lösungen gesehen. 

Ich, Eckehart, habe mich besonders über den kubanischen chirurgischen Kollegen Dr. Eliado Pupo gefreut. Er wohnt nun mit seiner Frau auf dem Gelände, ist daher ansprechbar und hilft gerne. Er verfügt über eine breite Ausbildung und Erfahrung und arbeitet nicht nur in der laparoskopischen Chirurgie. Er hat auch Erfahrung in der Gynäkologie und Urologie. Heute schickt ein frisch ausgebildeter Chirurg vor Ort, der von einem Tumor erfährt, den Patienten sofort zum Onkologen, wo unzählige kostspielige Voruntersuchungen durchgeführt werden. Viele davon könnten mit etwas Erfahrung vermieden werden. Und das ist besser für den Patienten.

Und wir waren erfreut über das Team aus Krankenschwestern und Pflegehelfern. Sie begleiten jeden Patienten auf seinem Weg zu Untersuchungen, Labor, Röntgen usw. Es ist immer jemand da, der Fragen beantwortet und hilft. Das verbessert die Arbeitsatmosphäre, und die Patienten fühlen sich gut aufgehoben. Außerdem finden fortlaufend Schulungen statt. Der Erfolg ist spürbar. 

Nun steht das Krankenhausteam vor einer gewaltigen Aufgabe. Das monatliche Defizit beträgt derzeit rund 5.000 US-Dollar. Das liegt daran, dass die stationäre Abteilung nicht ausgelastet ist. Bei chirurgischen Eingriffen bleibt eine Nachtschwester allein mit oft nur einem Patienten. Das ist zu kostspielig für den Betrieb. Die wichtigste Einnahmequelle sind Notfälle und stationäre Behandlungen. Dieser Bereich muss verbessert werden. Unsere Ziele: 

Wir beten und suchen einen Internisten, da es Hausärzten gesetzlich nicht erlaubt ist, bestimmte Patienten stationär zu behandeln. Dieser Arzt sollte jedoch Vollzeit im Krankenhaus arbeiten. Wir haben häufige Fluktuation bei medizinischem Personal erlebt, das andere Arbeitsverträge hat und nur gelegentlich in seiner Freizeit für uns arbeitet. Sie verlassen uns beim nächsten, besser bezahlten Angebot. Deshalb bitten wir um Ihre Gebetsunterstützung. Idealerweise wünschen wir uns einen engagierten Christen für diese wichtige Position.

Wir brauchen einen neuen Stromgenerator. Der alte funktioniert einwandfrei, musste aber repariert werden. Ein aus Quito gespendeter Dieselgenerator war dafür gut geeignet. Er lieferte wertvolle Ersatzteile, aber beide Maschinen sind gut 40 Jahre alt. Ein neuer wäre sparsamer, leiser und effizienter. Zunächst müssen wir jedoch den potenziellen zukünftigen Stromverbrauch des Krankenhauses für ein größeres Röntgengerät oder sogar einen möglichen CT-Scanner ermitteln. Die Kosten belaufen sich auf etwa 25.000 US-Dollar. 

Außerdem muss das Dach des

Studentenwohnheims erneuert und in den Zimmern einige Schreinerarbeiten durchgeführt werden. Dies wäre ein kurzfristiges Ziel, da es bei starkem Wind bereits ab und zu reinregnet.                               

Am 3. Juni 2013 hörten wir zum ersten Mal den Ruf, das Krankenhaus zu übernehmen. Seitdem sind 12 Jahre Vorbereitung und

Bauarbeiten vergangen. Und was Gott mit der Hilfe vieler zum Leben erweckt hat, ist gewaltig. Wir haben das Land „übernommen“. Nun gilt es, es weise auszubauen und richtig zu verwalten.                                                          – Wir bitten vor allem um Gebete für die Einheit der Leiter.                                                   – Den Übergang zu weitgehender finanzieller

Unabhängigkeit, wenn möglich noch in diesem Jahr.                                                                           – Dazu gehört vor allem ein Internist.                  – Dass die Familie Morse Ende 2025 wirklich

kommen kann.                                                        – Dass der spirituelle Aspekt der Arbeit nicht im Alltag verloren geht. 

Herzliche Grüße vom gesamten Team, das mit uns gefeiert hat; hier nochmals unsere Goldene Hochzeit.

Das Shell Team

Eckehart & Klaudia Wolff

Spenden bitte über:

UNIDOS e.V.

DE59 6329 0110 0107 6570 07. Und mit dem Zusatz: für Hospital Shell kommt die Gabe an. 

oder Spendennr. 4100

Eckehart: 0157 51234388

Klaudia 0176 40472792