• Asunción Cueva s/n y Rio Motolo, Shell, Canton Mera, Provincia Pastaza.

Newsletter – Februar 2024  

Mutter und Tochter versöhnt bei der spontanen Geburtstagsfeier in der Sprechstunde. Auch dafür ist Zeit

Liebe Mitbeter und Freunde, Was ist der Unterschied zwischen einem Missionskrankenhaus und einem normalen Hospital, einer Firma? Den Unterschied kann man in Shell ablesen.   Wir haben das Projekt im Glauben und mit Gebet begonnen, obwohl es wenig Sinn machte. Es war die ganze Zeit über ein Zuschussbetrieb gewesen – einer der Gründe, weshalb die frühere Mission es aufgab. Als dann weniger neue Missionaren nachrückten, zog die Missionsleitung die Reißleine…….   Wir haben im Glauben und als internationales Team angefangen. Der Beginn war mühselig. Viele begeisterte Versuche verliefen im Sande, aber immer wieder wurden wir überrascht und ermutigt. Hilfe kam wo wir sie nicht erwarteten. Jetzt nach über 10 Jahren können wir nur staunend zurückblicken: Wir haben das Hospital und das Gelände mit den Häusern bezahlt und das gesamte Gebäude ist komplett saniert worden. Es fehlt nur noch das Gelände des ehemaligen Radios. Wir sprechen von 1,2 Mio. Dollar Spenden bisher insgesamt. Längst haben wir das Ganze in einheimische Leitungshände gegeben. Zweimal klappte es nicht wirklich aber jede Leitung hat auch ihre positiven Spuren hinterlassen. Jetzt läuft es mit der Doppelspitze Dra. Santos – Ing. Ela Villacis deutlich besser. Wir Wolffs, die wir das Projekt nun aus der Ferne begleiten, haben oft mit den Mitarbeitern gelitten, oft schlecht schlafen können. Auch uns drücken die Sorgen. Aber wir haben eines gelernt: Gott ist der Eigentümer und Regisseur dieses Projektes. Gerade im letzten halben Jahr kam Hilfe von verschieden Seiten, als alles am Boden lag. Und es geht weiter. Die Löhne können bezahlt werden. Dieser Tage ist das Hospital bereit, die Erlaubnis für ein weiteres Jahr vom Gesundheitsministerium zu erhalten.   Wo drückt uns jetzt der Schuh? Unsere Gynäkologin und der Allgemeinchirurg haben uns verlassen. Gott hat sie weiter geführt auf besser bezahlte Stellen. Wir sind dankbar für ihre bisherige Mitarbeit und haben uns nach neuen Ärzten umgesehen. Sie sind in Aussicht müssen sich aber erst einmal bewähren und Teil des Teams werden. Wir haben einen Chirurgen aus Quito, wochenweise im Wechsel mit anderen Chirurgen. Ein Urologe hat stundenweise begonnen. Es gibt Hoffnung.   Ecuador geht derzeit durch eine schwere Krise. Drogenbanden werden bekämpft und das Militär kontrolliert in der Zeit des Ausnahmezustandes. Dadurch ist die Wirtschaft noch weiter geschwächt. Der Staat kann seinen Bediensteten nicht immer pünktlich das Gehalt zahlen. Es gibt kaum noch Touristen mehr. Das macht sich auch bei uns in weniger Patienten bemerkbar.

Doch unser Personal ist weiter zusammengerückt und man merkt die neue Einstellung: Ein 15-jähriges Mädchen hat sich mit der Mutter seit einiger Zeit zerstritten, ist von Zuhause ausgerissen, wurde auf der Straße aufgelesen und kam zu uns. Die Mitarbeiter haben es geschafft, Versöhnung zu stiften und sie haben im Krankenhaus eine Geburtstagsfeier aus spontan zusammen gelegtem Geld gegeben. Der 15. Geburtstag für Mädchen ist etwas ganz Besonderes in dieser Kultur.   Ein 23 – jähriger junger Mann wurde an einem Nabelbruch operiert. Eine halbe Std. danach entgleiste sein Blutdruck und er war lebensbedrohlich gefährdet. Das Team hat ihn betreut und ihn im Gebet begleitet. Vorsichtshalber wurde er eine Nacht auf Intensivstation nach Puyo verlegt. Er ist jetzt gesund. Seine Familie ist in dieser Zeit höchst besorgt gewesen. Was da geistlich abgelaufen ist, können wir nur erahnen. Da lag wohl eine geistliche Gebundenheit vor. Gebietendes Gebet hat hier die Wende gebracht. Das hat einer Familie geistliche Befreiung gezeigt, für die sie mehr als dankbar ist.  

Der Patient eine Woche nach der OP mit den glücklichen Eltern

Als die ersten Missionare vor bald 90 Jahre in diese Region Ecuadors kamen, brachte die Botschaft von Jesus langsam eine Wende in den Menschen. Und mit HJCB, unserer alten Mission, hat sich auch die Krankenversorgung des Landes verändert. Es gibt inzwischen viele gute staatliche und private Hospitäler. Und auch in den Kirchen hat sich viel geändert.  Es bestehen viele Gemeinden und selbst die kath. Kirche Ecuadors hat sich grundlegend gewandelt. Jetzt kommt es darauf an, dass wir Christen nicht in theologischen Abgrenzungen leben und nur in unserem eigenen Stallgeruch. Und dazwischen noch ein Missionshospital?  Wo hat es seinen Platz zwischen Wirtschaftlichkeit und missionarischer Verkündigung? Ein Leben im Heiligen Geist zeigt sich im Alltag. Das Hospital Shell ist in den letzten Monaten ein Ort der Barmherzigkeit und ein Ort der Güte Gottes geworden. Es ist eine Besonderheit. Und deswegen ist es auch auf Eure Gebete und Gaben in Zukunft angewiesen. Es ist ein weltweites, gemeinsames Werk!   Eckehart & Klaudia Wolff 

im Namen des Shell Teams

   Spenden bitte über:

UNIDOS, 

DE59 6329 0110 0107 6570 07. Und mit dem Zusatz: für Hospital Shell kommt die Gabe an.    Eckehart: 0157 51234388 Klaudia 0176 40472792