Liebe Freunde, Eine Lehre aus der Schöpfungsgeschichte der Bibel: Der Mensch ist geschaffen, etwas aus der Erde zu machen, kreativ zu sein, zu ordnen, neue Ideen zu verwirklichen mit dem, was ihm Gott an die Hand gegeben hatte.
Das haben wir in den letzten Jahren versucht im Hospital Shell umzusetzen. Hintergrund ist unsere besondere Geschichte – erstes Hospital im Amazonastiefland Ecuadors – Basis de 5 Märtyrer bei den Huahuranis im Januar 1956 – weit über 50 Jahre was heute noch bei den Menschen Hospital Vozandes del Oriente genannt wird – und dann der Neuanfang mit einem bestimmten Ziel:
Kirchliche Krankenhäuser gibt es seit weit über tausend Jahren, besonders in der Neuzeit in Form von Missionshospitälern weltweit. Doch bei allen zeichnen sich zwei Entwicklungen ab: Sie wachsen, spezialisieren sich, werden mehr und mehr zu anerkannten Einrichtungen und häufig verschwindet nach Jahrzehnten der geistliche Aspekt der Arbeit. Dann heißen sie und werben etwa an

Gang davor
Flughäfen mit Baptistisches – Methodistisches – Katholisches – Evangelisches Hospital, was nur noch etwas über die Geschichte sagt. Die wissenschaftliche Medizin ist bestimmend, das Können der Spezialisten, auch wenn sicher ein Stab von Seelsorgern noch treu ihre Arbeit macht und auch gefragt und anerkannt ist.
Diese Entwicklung gibt es auch bei den Missionskrankenhäusern, die wir kennen. Aber Missionskrankenhäuser gibt es immer weniger und neu schon kaum noch. Warum?
Die Zeit der großen internationalen
Missionsbewegungen ändert sich hin zu kleinen oft nur lokalen Hilfen, sehr häufig durch persönliche Begegnungen für einen speziellen Einsatz. Diese Bewegungen sind oft spontan, verschwinden aber genauso schnell wieder. Das reicht oft nicht für einen kontinuierlichen Krankenhausbetrieb, häufig nur als kurzfristige Hilfe. Die bestehenden Einrichtungen sind meist abhängig von ausländischer Hilfe in Personal und Finanzen. Und die Zeit der einfachen Arbeitserlaubnis für Medizineinsätze ist immer mehr eingeschränkt. So war es für ausländische Ärzte in Ecuador einfach, in ländlichen Gebieten zu arbeiten, solange sie dabei nicht persönlich Geld verdienten. Diese Zeit ist vorbei. Berufliche Qualifikationen müssen staatlich anerkannt werden. Das gilt inzwischen für fast alle Länder Afrikas, ja der ganzen Welt. Ergebnis: Wenige wollen sich dieser oft jahrelangen Prozedur unterziehen.
Die für den Betrieb „billigen“ Kräfte der Missionare fallen aus. Damit muss einheimisches Personal eingestellt werden. Der Betrieb wird teurer. Ein solches Haus schließt oder bleibt auf Dauer vom ausländischen Finanztropf abhängig. Das ist, bitte schön, keine Kritik an Missionshospitälern generell. Jede Situation ist grundverschieden, aber nicht unser Weg!!!!!
Und da sind wir wieder in Shell angekommen. 2013 schloss die Mission das Hospital Vozandes del Oriente. Wir eröffneten es unter neuem Namen: „Hospital Shell“. Von Anfang an war das Ziel: EIN
MISSIONSHOSPITAL UNTER EINHEIMISCHER LEITUNG UND FINANZIELL AUF DAUER UNABHÄNGIG.
Der Anfang war hart. Wir mussten den verbliebenen Inhalt des alten Hospitales kaufen und Miete zahlen. Dann der Kaufvertrag über mehr als 4 Jahre. Wir haben das Gebäude komplett renoviert. Der Kauf mancher medizinischen Geräte war ungünstig. Wir haben aus Fehlern gelernt. Viele neue staatliche Auflagen haben sich verschärft. Und bis auf einen Missionar (Dr. Bezemer) steht das gesamte Personal auf der Lohnliste, wenn auch deren Löhnen sich nicht mit denen in staatlichen Häusern vergleichen lassen. Manch Mitarbeiter hat dann zur lukrativeren Seite gewechselt.
Nach zwei Fehlstarts haben wir eine gute geistliche und administrative Leitung. Die Mehrzahl der Mitarbeiter trägt das Hospital aus Überzeugung und verkünden ihren Glauben in der täglichen Praxis. Sie brauchen unser ständiges Gebet, dass sie diesen Fokus nicht verlieren, denn die Situation ist nicht einfach: Überschwemmungen oder Trockenheit, politische Instabilität, hohe
Kriminalitätsrate und Kampf der Drogenbanden, kaum Touristen mehr, die dem Land eine wichtige Einnahmequelle waren und immer wieder Streiks vor allem der oft gewaltbereiten politisch aufgehetzten indigenen Gruppen. Wer kann, verlässt das Land lieber und sucht im Ausland Arbeit.
Und so ist das Hospital Shell etwas ganz Besonderes: Noch brauchen wir Spenden ABER:
Unser internationales Gästehaus ist demnächst fertig mit vielen Gästebetten. Fertig für einen internationalen Austausch mit Kurzzeitmitarbeitern.
Ende Februar werden unsere
Operationssäle renoviert, damit wir wieder die Erlaubnis des
Gesundheitsministeriums bekommen.
Es fehlt noch wenig, bis wir die letzte Rate für das Gelände des ehemaligen Radios getilgt haben.
Die Patienteneinnahmen sind derzeit stabil und stetig langsam angestiegen.
Familie Morse aus den USA sind nach langer Vorbereitung bereit, Ende des Jahres wirklich als Missionare zu kommen, was uns Team verstärkt,
auch wenn sie dann noch ihre ecuadorianische Anerkennung ihrer Titel mit dem año rural (Jahr auf dem Land) ableisten müssen.
Das Jahr 2025 ist der Zeitpunkt, an dem es sich entscheidet, wann das Hospital Shell wirklich autark sein wird. Immer wieder fällt ein Gerät aus, muss ein Hausdach neu gedeckt werden………

Zahnhygiene durch unsere Zahnärztin.
Zusätzlich brauchen wir auch ein besseres finanzielles Polster für Notzeiten, die sicher wieder einmal kommen werden.
Wir beten für dieses Wunder, dass wir auf weniger Hilfe von außen angewiesen sind.
Die Wolffs haben 2013 den Ruf zum Weitermachen in Shell gespürt. Der Weg bisher war steinig. Aber Gott ist treu und wir sind sicher, dass das Gottes Langzeitziel war: Ein internationaler Treffpunkt, der sich finanziell selbst trägt und Salz und Licht für diese Region und weit darüber hinaus ist. Unser Mitarbeiterteam trägt diesen Ruf weiter.
Dank an alle, die sich daran beteiligen, besonders im Gebet.
Das Shell Team
Eckehart & Klaudia Wolff Spenden bitte über:
UNIDOS e.V.
DE59 6329 0110 0107 6570 07. Und mit dem Zusatz: für Hospital Shell kommt die Gabe an.
Eckehart: 0157 51234388
Klaudia 0176 40472792

